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Streiflichter

  • Der kursächsische Bauernaufstand (1790) konzentrierte sich vor allem auf die von Zehmen´schen Dörfer rund um Deutschenbora / Lommatzsch. Etwa 20 km in nordöstliche Richtung von Haßlau.
  • Kaiser Napoleon, welcher in der Nacht vom 7. zum 8. Mai 1813 im Schloss Nossen nächtigte, soll am Tage die Truppenbewegungen von der Radewitzer Höhe aus beobachtet haben.
    Zum Kriegsende des 2. Weltkrieges gab es verlustreiche Kämpfe um die Radewitzer Höhe, Marschall Schukow (Generalstabschef der Roten Armee) soll hier 1945 kurzzeitig sein Hauptquartier gehabt haben.
  • August Bebel (Führer der Arbeiterbewegung und Sozialdemokrat) spricht 1866 in Roßwein.

    Erinnerungstafel (Foto 2007) in Roßwein rechtsseitig der Ausfallstraße in Richtung Haßlau

  • Anfang 1945, KZ-Häftlinge werden kommend von Döbeln (Haßlau vermutlich streifend) weiter in südliche Richtung deportiert.
  • Historische Begebenheiten lösen immer Veränderungen aus. So hat möglicherweise der verheerende Stadtbrand in Roßwein (24. Juli 1806) und später die dortige Industrialisierung einen ersten „Bauboom“ in den angrenzenden Dörfern ausgelöst.
    In der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, dem wirtschaftlichen Aufschwung auf dem Lande nach 1960 und in der Zeit nach der politischen Wende (1990) erfolgten Lückenbebauungen und führten zum weiteren Wandel der dörflichen Struktur zu einer Wohnsiedlung mit dörflichem Charakter.

Die Wunderburg

Die Wunderburg bei Roßwein

Die ehemalige so genannte Wunderburg

In der Nähe der Stadt Roßwein liegt ein Hügel, auf dem schon im Jahr 723 eine Burg gestanden haben soll, worin ein Raubritter mit seiner Geliebten wohnte.

Von dieser sogenannten Wunderburg sieht man aber jetzt nichts mehr als einen aufgeworfenen Erdwall. Außer diesem findet sich aber hier ein seltsamer Rasenkreis, ganz nach Art eines Labyrinths angelegt, wo sich früher die Jugend mit Tanzen zu belustigen pflegte. Dieser Kreis soll einst von einem zauberischen Mönche ausgetanzt worden sein, wie der Tanzkreis der Böhmenkönigin Libussa auf dem Wischerad bei Prag, den man noch jetzt zeigt.

Quelle:

  • W. Lauterbach & S. Wagner (Hrsg.) 1997: Der gespenstige Mönch – Sagen und seltsame Begebenheiten aus Städten und Dörfern um das Kloster Altzella, Berlin.

Was und Wo?

Die Gemarkung Haßlau  gehört zur Gemeinde Stadt Roßwein, im Landkreis Mittelsachsen (Direktionsbezirk Chemnitz des Freistaates Sachsen) – Bundesrepublik Deutschland, gehörend zum Klosterbezirk Altzella.

Auf der Karte hellblau umrandet ist die Flur Hasslau.

Haßlau liegt in einer Höhe von ca. 250 bis 280 m ü. NN, östliche Länge: 13° 18´ / nördliche Breite: 51° 09´

Anbindung über die Buslienien der Verkehrsgesellschaft Döbeln(Partner des Mitteldeutschen Verkehrsverbund MDV). Haßlau befindet sich zwei Kilometer von Roßwein entfernt, wo es einen Haltepunkt der Bahnlinie Dresden-Döbeln-Leipzig gibt.

Über die Autobahn A14 bis Abfahrt Döbeln-Ost (27), Bundestsraße B175 bis zur Autobahnabfahrt Döbeln-Ost, dann etwa 3 km in Richtung Roßwein fahren, und Sie erreichen Haßlau;
Autobahn A4 bis Abfahrt Berbersdorf (74), rechts in Richtung Roßwein fahren (ca. 7 km), nach der Durchquerung von Roßwein sind es noch 2 km bis Haßlau.